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Vintage Optik: Wie du Papier alt aussehen lässt

Hallo und willkommen zu meinem Beitrag am Sonntag! Heute zeige ich dir ein ganz besonderes Projekt, eine Dekoration für ein Notizbuch im Vintage-Stil. Der Begriff “Vintage” kommt aus dem Englischen und bedeutet in etwa “altmodisch”, “alt” oder “Klassisch” im Sinne von “aus einer bestimmten Zeit stammend”. Anfang des 21. Jahrhunderts entwickelte sich daraus der sogenannte “Vintage-Stil” oder auch “Vintage-Look” der Gebrauchsgegenstände (häufig Möbel, Kleidung oder Musikinstrumente…) älter erscheinen lassen soll, als sie tatsächlich sind. Dafür entwickelten sich eigene Herstellungsmethoden, die bewirken, dass neben dem historischen Design auch deutliche Gebrauchsspuren künstlich aufgebracht werden.

In den letzten Jahren hat sich dieser Trend auch auf Bastelarbeiten mit Papier ausgeweitet und heute kann ich dir meinen ersten Versuch mit dieser “Alterungstechnik” für Papier zeigen. Die Technik eignet sich für Grußkarten ebenso wie für Dekorationen. Ich habe mich hier für eine Art Deckblatt entschieden, um mein Abenteuer-Notizbuch für unsere Spieleabende ein wenig zu verschönern. Ein paar Tipps wie man vorgehen kann, habe ich in diesem Video(klick!) von der lieben Jana gesehen und darauf basierend einfach wild drauf los gewerkelt. Ist eigentlich gar nicht so schwer, zumal “Fehler” hier ja gar nicht auffallen, weil es ja sowieso “unperfekt” und “alt” aussehen soll.

Farblich sind natürlich Töne besonders geeignet, die man mit einem gewissen (Papier-)Alter verbinden kann: Savanne, Wildleder, Espresso, Anthrazitgrau… Also eher Neutralfarben mit dem Schwerpunkt auf Brauntönen, wobei ich mir auch ein sachtes Gelb vorstellen könnte, da das alte Pergament von früher ja gerne mal “vergilbte”. Nachfolgend nun ein paar Tipps, wie du dein Papier “altern lassen” kannst.

1.) Färbe die Ränder der Karte mit Hilfe von Schwämmchen in einem dunkleren Farbton ein. Tupfe das Schwämmchen dazu in die Stempelfarbe und streiche anschließend damit einmal rundherum über die Ränder deiner Karte. Zwischendurch immer wieder etwas Farbe nachnehmen.

2.) Raue die gefärbten Ränder mit Hilfe einer Schere auf, so dass sie ein wenig “ausgefranst” aussehen. Dazu Schere aufklappen und mit der Klinge an den Rändern entlang schrammen.

3.) Papier knüddeln – besonders die Ränder – und dadurch “weich” machen. Am besten ist es, wenn die Ränder anschließend etwas hochstehen und vielleicht auch die eine oder andere Ecke “Schaden genommen” hat und sich leicht ablöst. Auch kleinere Risse im Papier sind hier durchaus gewünscht und gewollt.

4.) Anschließend erneut mit einem Schwämmchen die nun entstandenen Kanten einfärben. Dabei kann auch etwas Stempel- oder Acrylfarbe helfen, wie in Janas Video beschrieben.

5.) Ecken die sich nicht von selbst gelöst haben, kannst du mit Hilfe eines Bleistiftes ein wenig “aufrollen”. Wichtig ist bei diesem Stil immer, dass das Papier – im Gegensatz zu sonst – nie flach und ganzflächig aufgeklebt wird, sondern an Rändern, Ecken und Kanten immer ein wenig hochsteht.

Die liebe Alexandra hat diese fünf Ideen ebenfalls mal in einer “Stempelklasse”(klick!) auf Video festgehalten. Ich denke, wenn du beide Videos meiner lieben Kolleginnen gesehen hast, wirst du ein paar gute Ideen für einen ersten Versuch haben. In diesem Sinne: Probier’s doch mal aus und lasse dein Papier mal so richtig alt aussehen! Ich wünsche dir ganz viel Spaß dabei!

Deine Melanie

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