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Besondere Kartenformen leicht gemacht – Ein Technik-Tipp

Und wie bekomme ich jetzt dieses Kleeblatt hin?” Eine sehr gute Frage und damit herzlich willkommen zu meiner kleinen Technik-Schulung! Besondere Kartenformen die “aus der Reihe tanzen” sind immer ein besonderer Hingucker mit “WOW-Effekt”. Für spezielle Anlässe und Menschen die dir am Herzen liegen mag es sich daher lohnen ein wenig Zeit in eine ganz besondere Grußkarte zu investieren. Bei manch einem Bastelwerk stellt sich allerdings die Frage: “Wie bitte geht das?” Da ich mich auch als eine Art “Kreativ-Coach” verstehe, erreichen mich auch immer mal wieder Fragen dieser Art und dieses Mal ging es um so eine Kleeblatt-Karte wie du sie hier auf den Bildern siehst – oder ist das für dich eher eine Windmühle? Ich habe offen gestanden keine Ahnung, ob es für diese Kartenform einen offiziellen Namen gibt. Wie dem auch sei, ich habe natürlich gern geholfen und ein bisschen getüftelt.

Die Grundkarte ist hier quadratisch und schließt mittig, indem alle vier halbrunden Seitenteile ineinander gesteckt werden – ähnlich wie bei einem Versandkarton. Damit du die Karte nachbasteln kannst, habe ich dir die Maße die ich hier in meinem Prototyp verwendet habe in einer kleinen Anleitung zusammengestellt. Du kannst sie hier(klick!) herunterladen.

Beginne mit einer quadratischen Grundkarte (hier: Flüsterweiß) in den Maßen 29,2 x 29,2 cm und falze diese an jeder Seite bei 7,3cm. Nimm dann einen Zirkel zu Hilfe und stelle diesen auf einen Radius von 7,3cm ein, um die Seitenteile anzuzeichnen. Anschließend schneidest du mit der Schere deine Grundkarte zu. Für die Einleger im Innenteil kannst du zwei Quadrate zuschneiden und einfach übereinander kleben. Der größere, farbige (hier: Amethyst) hat die Maße 14 x 14cm und der etwas kleinere (hier: Flüsterweiß) ist 13,5 x 13,5cm groß. Um die “Flügel” zu bekleben kannst du Kreise aus einem beliebigen Designerpapier ausschneiden und diese nochmal in der Hälfte durchschneiden. Wähle dieses Mal einen kleineren Radius – etwa 6,8cm – damit ein weißer Rand stehen bleibt. Das hat einen ganz hübschen Effekt, wenn die Karte geschlossen ist. Insgesamt brauchst du acht Halbkreise, damit du sowohl die Innenseiten, als auch die Außenseiten bekleben kannst. Zeichne sie mit Hilfe von Zirkel, Lineal und Bleistift vor und schneide sie dann mit der Schere aus.

Die Manschette besteht aus zwei farbigen Streifen (hier: Grüner Apfel) mit den Maßen 19cm x 4cm. Falze beide Streifen einmal bei 4,3cm und klebe sie dann gegengleich aufeinander, so dass eine geschlossene Manschette entsteht. Tipp: Nicht zu eng kleben! Die Manschette soll sich leicht abziehen und wieder aufschieben lassen. Eventuell vor dem Kleben schon mal um die Karte herumlegen und ausprobieren wie viel Spielraum du brauchst. Üblicherweise reichen 1-2mm extra. Anschließend die Manschette noch verzieren. In meinem Beispiel habe ich einen zum Anlass passenden Spruch auf ein Etikett gestempelt und selbiges – zusammen mit einem Mini-Quasten – an einer Kordel festgeknotet. Anschließend einfach mehrfach umwickeln und auf der Rückseite ebenfalls verknoten. Wichtig ist, dass nichts an der eigentlichen Karte klebt, damit sich die Manschette später noch abziehen und somit die Karte öffnen lässt.

Ich hoffe ich konnte die Frage zufriedenstellend beantworten und alle anderen Leser inspirieren, mal wieder eine besondere Kartenform auszuprobieren. Es ist gar nicht so schwer, wie es auf den ersten Blick aussieht; Und falls es doch im ersten Anlauf schiefgehen sollte: Egal!!! Du hast was gelernt! Versuche es einfach noch einmal, mir gelingt auch nicht immer alles auf Anhieb. In diesem Sinne: Sei mutig, mache Fehler und habe ganz viel Spaß dabei!

Deine Melanie

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